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Winterruhe
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Warum?

Warum muss ich eine Winterruhe durchführen? Muss ich überhaupt eine Winterruhe durchführen? Diese Fragen sind bisher noch nicht eindeutig geklärt, wobei man aus vielen verschiedenen Erfahrungen doch Richtlinien ableiten kann.
In der freien Natur wird die Winterruhe von vielen Nattern gehalten. Die äußeren klimatischen Umstände lassen oft gar nichts anderes zu. Die Phase der Winterruhe kann auch allgemeiner als Ruhephase aufgefasst werden. Warum dieser kleine Unterschied in der Ausdrucksweise so wichtig für das Verständniss sein kann wird sich gleich zeigen. Es gibt nämlich auch durchaus Nattern, die in einem Verbreitungsgebiet vorkommen, wo die Temperaturen gar keine echte Winterruhe erfordern oder möglich machen. Hier nun den Rückschluss ziehen zu wollen, die Tiere bräuchten dann auch keine "Winterruhe" wäre jedoch falsch. Auch in solchen Gebieten halten die Tiere oft eine gewisse Zeit lang eine "Ruhephase" ein. Diese soll dazu führen, dass die Tiere Kräfte für das kommende Jahr sammeln und sich auf das anstrengende Balzgeschäft sowie die Weibchen auf die bevorstehende Trächtigkeit vorbereiten können.
Allgemein wird gesagt, dass Tiere, die in Gefangenschaft gehalten werden und solch einer Ruhephase ausgesetzt wurden, ein höheres Wohlbefinden, eine bessere Gesundheit und eine höhere Paarungsbereitschaft aufweisen, als Tiere, die durchgängig bei konstanten Temperaturen gehalten wurden.

Welches Tier?

Generell kann man hierauf antworten, dass kein Tier in die Winteruhe geschickt werden sollte, welches durch irgendeinen Umstand geschwächt sein könnte!
Zu solchen Tieren gehören generell kranke Tiere, die meisten Tiere, die noch nicht ihr erstes Lebensjahr vollendet haben, es sei denn sie sind schon sehr kräftig und trächtige Weibchen!
Außerdem sollte man davon Abstand nehmen Tiere in die Winterruhe zu schicken, die kurz vor der Häutung stehen oder sich in den nächsten Tagen eingetrübt zeigen müssten.

Wann?

Meist zeigen einem die Schlangen an, wann es Zeit wird, sie in die Winterruhe zu überführen. Besonders Wildfänge beginnen mit Einsetzen der kalten Jahreszeit vermehrt unruhig durch das Terrarium zu schlängeln, sich in den Bodengrund einzugraben und die Futteraufnahme einzustellen. Bei einigen meiner anderthalbjährigen Tiere, die in Gefangenschaft geboren wurden, konnte ich allerdings dieses Jahr ebenfalls solch eine Unruhe beobachten.
Zeigen einem die Tiere nichts an, kann man ab Oktober/November mit dem Einleiten der Winterruhe beginnen. Auch spätere Termine sind kein Problem und sollten auch wahrgenommen werden, wenn die Tiere noch tadellos fressen.
Einige Züchter beginnen schon Anfang Oktober mit dem Einleiten der Winterruhe, um die Tiere möglichst früh im nächsten Jahr verpaaren zu können und somit schon kräftigen Nachwuchs zu haben, wenn die großen Reptilienbörsen stattfinden. Dieses Vorgehen stellt für die Tiere kein Problem dar, entspricht aber nicht einem normalen Jahreszyklus.

Welche Art der Winterruhe?

Mit dieser Frage möchte ich das eingangs angesprochene Dilemma der verschiedenen klimatischen Verbreitungsgebiete erneut aufgreifen.
Aufgrund der Tatsache, dass Nattern sowohl in warmen als auch in gemäßigten klimatischen Gebieten vorkommen, haben sich verschiedene Arten der Durchführung der Winterruhe durchgesetzt. Zum einen eine klassische kalte Überwinterung oder eine "warme" Überwinterung. Die kalte Überwinterung wird bei Temperaturen um die 8-10 °C durchgeführt, die warme bei Temperaturen um die 15 °C. Hieraus ergeben sich natürlich Konsequenzen für die Beantwortung der weiteren Fragen! Welche Art der Winterruhe nun durchgeführt wird, muss jeder Halter für sich entscheiden! Ob es notwendig ist, die Tiere, besonders Wildfänge, nach den wirklichen Begebenheiten ihres ursprünglichen Herkunftsgebietes zu überwintern ist eine Frage, die nicht eindeutig beantwortet werden kann.
Die Erfahrungen sagen aber, dass es nicht so wichtig ist diese Begebenheiten exakt nachzuahmen, sondern sich für eine der genannten Überwinterungsarten zu entscheiden und diese konsequent vom Anfang bis zum Ende durchzuführen!

Kann man die Voraussetzungen nicht für den gesamten Zeitraum der Winterruhe gewährleisten, sollte man von einer Winterruhe dieser Art Abstand nehmen und im Zweifelsfall die Tiere unter normalen Bedingungen weiterpflegen.

Wo?

Entscheidet man sich für eine warme Überwinterung kann man die Tiere meist in den angestammten Terrarien lassen. Die Raumtemperatur sollte allerdings etwas niedriger als normal liegen. Kann man dies nicht gewährleisten, da man kein eigenes Terrarienzimmer hat oder keinen Raum, in dem man die Temperaturen auf geeignetem Temperaturniveau halten kann, eignet sich eventuell ein leicht geheizter Kellerraum oder der Dachboden.
Bei der kalten Überwinterung wird es zumeist nötig werden, die Tiere in geeignete Überwinterungsbehälter zu überführen. Diese müssen dann an einen Ort gestellt werden, der die benötigten Temperaturen aufweist. Dies kann ein unbeheizter Kellerraum oder Dachboden sein, oder auch einfach ein Kühl- oder besser Weinschrank.

Was brauche ich?

Bei einer warmen Überwinterung benötigt man nicht sehr viele Dinge, wenn man einen geeigneten Raum hat und die Terrarien am besten schon dort stehen. Ansonsten kann es nötig werden entsprechende Überwinterungsbehältnisse anzuschaffen, wenn dass angestammte Terrarium nicht umgestellt werden kann.
Zur kalten Überwinterung wird es wohl zwangsläufig darauf hinauslaufen, dass man sich geeignete Überwinterungsboxen zulegt, mit dazugehörigem Versteck und Trinkschälchen. Eventuell ist es sogar angebracht sich einen Kühl- oder Weinschrank anzuschaffen, der eigens für die Schlangen verwendet wird. Solch ein Gerät kann man sich recht kostengünstig über E-bay oder einen anderen Anzeigenmarkt beschaffen. Bevor man seine Tiere allerdings zur Überwinterung in solch ein Gerät setzt, ist es zwingend notwendig mit einem Min./Max.-Thermometer eventuelle Temperaturschwankungen zu überprüfen. Es kann durchaus sein, dass diese zu groß für unsere Schlangen sind und eine durchgehende kalte Überwinterung nicht mehr gesichert ist. Des Weiteren sollte man bei solch einem Probelauf auch gleich die Luftfeuchtigkeit messen, um zu sehen, ob man den Luftfeuchtewert noch extra erhöhen muss.

Wie?

Bei beiden Arten der Überwinterung ist der Vorlauf gleich. Man gibt den Tieren zweieinhalb Wochen vor dem eigentlichen Beginn der Winteruhe nichts mehr zu Fressen. Der Darm der Tiere muss sich vollständig geleert haben. Kotreste, die nicht ausgeschieden wurden könnten ansonsten anfangen zu faulen und den Tod unserer Tiere bedeuten. Zur Unterstützung des Entleerens können mehrere warme Bäder durchgeführt werden. Eine Woche vor Beginn der Winterruhe fängt man an, die Temperaturen auf das gewünschte Maß zu reduzieren und die Beleuchtungsdauer auf Null runterzufahren (gegebenenfalls die Terrarien mit einem Tuch abdecken, um den Lichteinfall von außen zu verhindern).
Die Tiere verbleiben so für einen längeren Zeitraum, wobei bei einer warmen Überwinterung zu beachten ist: Die Zeit der Überwinterung ist auf wenige Wochen zu begrenzen (5-7), da die Tiere nicht in eine Winterstarre verfallen und somit über den gesamten Überwinterungszeitraum Energie verbrennen. Bei einer zu langen warmen Winterruhe könnte es zum Tod unserer Tiere kommen, da diese schlicht verhungert wären. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass warm überwinterte Tiere immer frisches Wasser zur Verfügung haben. Die Luftfeuchtewerte können im normalen Rahmen bleiben. Während der Winterruhe wird natürlich nicht gefüttert!
Bei einer kalten Überwinterung bleibt zu beachten: Die Überwinterungsdauer kann länger gewählt werden, als bei der warmen Überwinterung. Dies ist aber nicht zwingend notwendig. Eine Dauer von 6-12 Wochen ist angemessen. Die Tiere verfallen in eine echte Winterstarre, während derer sie kaum Energie verbrennen. Bei einer kalten Überwinterung ist immer darauf zu achten, dass die Luftfeuchtewerte höher als normal liegen. Werte um die 70-75 % sind angebracht. Das Überwinterungsbehältnis muss nicht besonders groß gewählt werden, da sich die Tiere nur sehr wenig bewegen werden. Es kann eine Schicht Bodensubstrat enthalten, die es dem Tier ermöglicht sich einzugraben. Ich habe hierauf nach einigen Versuchen verzichtet und lege die Behältnisse lediglich noch mit Küchenkrepp aus. Des Weiteren sind ein Versteck und ein Trinkgefäß von Nöten.
Selbstverständlich werden die Tiere bei beiden Überwinterungsvarianten regelmäßig auf ihr Wohlbefinden hin kontrolliert. Hierzu müssen die Tiere nicht aus ihrem Behältnis gerupft werden. Es reicht ein Blick durch den Deckel oder die Seitenwände. Sollten sich Anzeichen für eine Krankheit oder Ähnliches zeigen muss die Überwinterung sofort abgebrochen werden.
Nach Ablauf der jeweiligen Überwinterungsdauer werden die Tiere langsam wieder an die normalen Terrarienverhältnisse gewöhnt. Die Beleuchtungsdauer und Temperaturen werden über den Zeitraum einer Woche wieder langsam auf Normalmaß gesteigert. Die erste Fütterung findet dann nach einer weiteren Woche statt.
Es kann hierbei durchaus passieren, dass nicht alle Tiere sofort wieder an das Futter gehen. Diese Tiere wollen meist erst wichtigere Dinge "erledigen" und suchen sich hierzu einen geeigneten Partner. Nicht umsonst wird die Winterruhe auch als Auslöser für die Paarungsbereitschaft genannt. Sollten die Tiere längere Zeit (Mehr als vier Wochen) das angebotene Futter verweigern ist auf jeden Fall ein Besuch des Tierarztes anzuraten.

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